Post von der Berufsgenossenschaft: Prüfung ankündigen, Termin bestätigen
Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung berechnen sich aus den Lohndaten Ihres Unternehmens. Die Berufsgenossenschaft prüft deshalb regelmäßig, ob die gemeldeten Beitragsgrundlagen stimmen. Das ist keine Betriebsprüfung des Finanzamts und folgt anderen Regeln – die Reaktion darauf sieht trotzdem ähnlich aus: lesen, bestätigen, Unterlagen bereitlegen.
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So geht es
- Vier Angaben herausschreibenVersicherungsnummer, Prüfungszeitraum, Termin mit Uhrzeit und Ort sowie die Liste der angeforderten Unterlagen. Aus diesen vier Angaben ergibt sich alles Weitere.
- Den Termin schriftlich bestätigenDas dauert fünf Minuten, zeigt Kooperationsbereitschaft und schafft einen Beleg, falls später über den Termin gestritten wird. Passt er nicht, melden Sie sich früh und schlagen zwei oder drei Alternativen vor.
- Unterlagen vollständig zusammenstellenÜblich sind Lohnabrechnungen für den gesamten Prüfungszeitraum, Meldungen an die Sozialversicherung, ein Mitarbeiterverzeichnis und Fremdfirmenbelege. Fehlendes vor dem Termin nachbeschaffen, nicht am Prüfungstag erklären.
- Das Ergebnis wie einen Bescheid lesenÜber eine Nachforderung erhalten Sie ein schriftliches Ergebnis. Prüfen Sie Zeitraum, Beträge und Herleitung, bevor Sie zahlen; auch hier laufen Fristen.
Beitragsgrundlagen, nicht Besteuerungsgrundlagen
Die Prüfung der Berufsgenossenschaft betrifft die Beitragsgrundlagen der gesetzlichen Unfallversicherung. Das ist ein anderer Gegenstand als die Außenprüfung des Finanzamts, die den Umfang in einer Prüfungsanordnung mit Rechtsbehelfsbelehrung bestimmt (§ 196 AO). Wer beide Schreiben in denselben Ordner legt, verwechselt zwei Verfahren mit verschiedenen Ansprechpartnern und verschiedenen Unterlagen.
Eine Prüfungsankündigung ist dabei kein Verdacht. Viele Prüfungen folgen dem normalen Turnus oder Auffälligkeiten in den Daten, etwa wenn sich Mitarbeiterzahlen oder Lohnsummen deutlich verändert haben. Sachlich und vorbereitet zu reagieren, ist alles, was erwartet wird.
Was am Prüfungstag geschieht
Die Prüfung findet in der Regel in Ihren Geschäftsräumen statt. Der Prüfer gleicht die Lohnabrechnungen mit den Meldungen ab und sieht sich Mitarbeiterverzeichnis und Fremdfirmenbelege an. Rückfragen betreffen typischerweise Mitarbeiter, die nur in einem Teil des Zeitraums beschäftigt waren, oder Fremdfirmen ohne lückenlose Belege.
Sinnvoll ist, dass jemand anwesend ist, der die Lohnbuchhaltung kennt. Häufig endet die Prüfung ohne Beanstandung; wo Abweichungen bleiben, geht es um Lohndaten, die nicht vollständig gemeldet waren, und daraus können Nachforderungen entstehen.
Was PostPilot dabei leistet
PostPilot ist nicht auf das Finanzamt beschränkt: Die Extraktion erkennt in jedem hochgeladenen Schreiben Behörde, Aktenzeichen, Beträge und die genannte Frist und ordnet es als Mahnung, Bescheid, Prüfungsankündigung oder sonstiges Behördenschreiben ein. Eine Prüfungsankündigung führt zum Entwurf einer Terminbestätigung, die den erkannten Termin aufnimmt und daneben einen Absatz für die Bitte um Verlegung mit zwei Alternativvorschlägen enthält.
Der erkannte Termin bekommt eine Ampel und Erinnerungen sieben und drei Tage vorher, damit die Vorbereitungszeit nicht in der letzten Woche zusammenfällt. Den vollständigen Ablauf samt Unterlagen-Checkliste beschreibt der Fachbeitrag „BG-Prüfungsankündigung: was die Berufsgenossenschaft prüft“ unter /blog/berufsgenossenschaft-pruefung/.
Häufige Fragen
Was prüft die Berufsgenossenschaft?
Ob die gemeldeten Beitragsgrundlagen stimmen. Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung berechnen sich aus den Lohndaten; geprüft wird deshalb der Abgleich von Lohnabrechnungen, Meldungen an die Sozialversicherung, Mitarbeiterverzeichnis und Fremdfirmenbelegen.
Ist das dasselbe wie eine Betriebsprüfung des Finanzamts?
Nein. Die Außenprüfung des Finanzamts betrifft die Besteuerungsgrundlagen und beginnt mit einer Prüfungsanordnung nach § 196 AO. Die BG-Prüfung betrifft die Beitragsgrundlagen der Unfallversicherung und ist ein eigenes Verfahren.
Muss ich den Termin bestätigen?
Eine schriftliche Bestätigung mit Versicherungsnummer, Datum und Uhrzeit schafft einen Beleg und kostet fünf Minuten. Passt der Termin nicht, melden Sie sich frühzeitig und schlagen Alternativen vor, statt den Termin verstreichen zu lassen.
Was macht PostPilot mit dem Schreiben?
Es erkennt Absender, Aktenzeichen, Beträge und den genannten Termin, ordnet das Schreiben als Prüfungsankündigung ein und legt den Entwurf einer Terminbestätigung mit Verlegungsabsatz an. Erinnerungen gehen sieben und drei Tage vorher.
Alle Funktionen inklusive. Keine Kreditkarte.
Terminbestätigung entwerfenEntwurf mit Platzhaltern · Server in Deutschland · Keine Weitergabe an Dritte
PostPilot dokumentiert Fristen und erstellt Entwürfe; das ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Für Ihren Fall wenden Sie sich an Ihre Steuerkanzlei oder Ihre Berufsgenossenschaft.